Abschlussfeiern versuchsweise erlaubt

Verbessertes Konzept – OB nimmt Verbot unter Auflagen zurĂŒck

Die Abschlussfeier am 30. Juni vergangenen Jahres auf der Brandlwiese hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Das Treffen von bis zu 500 Jugendlichen artete zu einem unkontrollierten MassenbesĂ€ufnis samt einhergehenden SchlĂ€gereien, KrankenwageneinsĂ€tzen und SachbeschĂ€digungen aus. OberbĂŒrgermeister Dr. Bernhard Gmehling zog wenige Tage spĂ€ter aufgrund des nicht mehr abzuschĂ€tzenden Gefahrenpotentials die Reißleine und sprach ein generelles Verbot von Abschlussfeiern auf stĂ€dtischem Grund aus. Seither hat sich einiges getan mit dem vorlĂ€ufigen Ergebnis, dass das strikte Verbot fĂŒr 2018 versuchsweise aufgehoben wird.

Abschlussfeiern versuchsweise erlaubt

Auf Initiative von StadtrĂ€tin und Jugendreferentin Doris Stöckl haben ĂŒber die vergangenen Monate hinweg in einem eigens eingerichteten Arbeitskreis Vertreter unterschiedlichster Organisationen und Einrichtungen zu dem Thema getagt. Dabei wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der dem OberbĂŒrgermeister in der vergangenen Woche vorgestellt wurde.

„Ich habe mir die Konzeption genau angesehen, die großen BemĂŒhungen der Arbeitskreisteilnehmer honoriert und schließlich verfĂŒgt, dass die Abschlussfeiern unter den neuen Maßgaben heuer versuchsweise erlaubt werden“, erklĂ€rt OB Dr. Gmehling dazu und ergĂ€nzt: „Mir ging es bei dem Verbot nie um eine Bestrafung, zumal es ja jedes Jahr eine neue SchĂŒlergeneration trifft. Gleichwohl konnte ich die teils strafrechtlich relevanten AuswĂŒchse nicht mehr tolerieren.“

Das neu ausgearbeitete Regelwerk wird in den kommenden Wochen an die Schulleiter, die betroffenen Schulklassen sowie die Eltern weitergeleitet. Unter der Leitung von Jugendreferentin Doris Stöckl wird es dazu auch noch ein Treffen mit den SchĂŒlersprechern der Neuburger Schulen geben.

Das Regelwerk in Kurzform:

  • die Abschlussfeiern werden von Vertretern des Jugendparlaments, des KJR, des Jugendzentrums, des Traumtheaters, des BĂŒrgerhauses sowie der Aktion „Jugend stĂ€rken im Quartier“ begleitet
  • es dĂŒrfen kein Schnaps oder sonstige Spirituosen konsumiert werden
  • es dĂŒrfen keine Trillerpfeifen zum Einsatz kommen
  • MĂŒll und Flaschen sind eigenstĂ€ndig in einem bereitstehenden Container zu entsorgen
  • Musik darf nur in gemĂ€ĂŸigter LautstĂ€rke abgespielt werden
  • die Feiern enden verbindlich um 15 Uhr
  • die Stadt Neuburg begleitet die Veranstaltung mit dem Kommunalen Ordnungsdienst
  • an die Polizei ergeht die Bitte, den Jugendkontaktbeamten abzustellen

OB Dr. Bernhard Gmehling setzt jetzt auf Anerkennung und Vernunft: „Ich sehe das Engagement der beteiligten Organisationen mit Jugendreferentin Doris Stöckl an der Spitze als großes Entgegenkommen der öffentlichen Hand in Richtung AbschlussschĂŒler. Ich bedanke mich ausdrĂŒcklich bei allen Teilnehmern des Arbeitskreises. Jetzt gilt es das entgegenbrachte Vertrauen unter Beweis zu stellen und die berechtigte Freude zum verdienten Schulabschluss so zum Ausdruck zu bringen, dass niemand geschĂ€digt wird und keine Gefahren fĂŒr Leib und Leben bestehen.“

Ob das in die Jugend gesetzte Vertrauen berechtigt ist und das Feiern auch ohne Chaos und Zerstörung möglich ist, wird sich bei an den im Mai und Juni anstehenden „Haupt-Feiertagen“ zeigen.

Quelle: Stadt Neuburg an der Donau

 

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