Birdland Jazz Club
Am Karlsplatz A52
D-86633 Neuburg
E-Mail: mail@birdland.de
Telefon: (0 84 31) 4 12 33
Wichtig: Platzreservierungen sind nur über die Website möglich!
PROGRAMM – JANUAR 2019
11. Jan Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Vocal, Mainstream
CÉCILE VERNY QUARTET (1. KONZERT)
Cécile Verny (voc), Bernd Heitzler (b), Andreas Erchinger (p), Lars Binder (dr, perc)

Alle Jahre wieder – obliegt es dem Cécile Verny Quartet, die neue Jazzsaison in Neuburg zu eröffnen. Dass es inzwischen schon das 13. Mal (!) in Folge ist, hat auch mit der extrem hohen Qualität der Formation, ihrer erfrischenden Wandlungsfähigkeit und der Treue ihrer Fans zu tun. Längst gilt Cécile Verny als eine der größten Sängerinnen der modernen Unterhaltungskultur und ihre eingespielte Combo um Bernd Heitzler, Andreas Erchinger und Lars Binder als ein musikalischer Organismus, der seinen Star in jeder Lebens- und Bühnenlage stützt, stärkt und leuchten lässt. In ihrem 2019er-Doppelkonzert breiten Cécile Verny und ihre Mitstreiter im Keller unter der Hofapotheke wieder einmal den gesamten Fächer ihrer stilistischen Palette aus. Denn keine andere Künstlerin verstand es in den zurückliegenden Jahren besser und eindrucksvoller, die rasante Wandlung des Jazz von der einst reinen puristischen Swing-Form hin zu einem offenen, erregenden Sound-Biotop in den Grenzbereichen von Improvisation, Soul, Funk, Folklore sowie anspruchsvollem Pop darzustellen, als die charismatische Sängerin mit den französisch-afrikanischen Wurzeln. Das Wiedersehen und -hören mit einem Weltstar in intimer Wohnzimmeratmosphäre – wie immer rasend schnell ausverkauft.

Aktuelles Album:
Memory Lane – Jazzhaus JHR 0366100/Inakustik

12. Jan Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Vocal, Mainstream
CÉCILE VERNY QUARTET (2. KONZERT)
Cécile Verny (voc), Bernd Heitzler (b), Andreas Erchinger (p), Lars Binder (dr, perc)

Aktuelles Album:
Memory Lane – Jazzhaus JHR 0366100/Inakustik
18. Jan Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
CLAUS RAIBLE TRIO
Claus Raible (p), Alvin Queen (dr), Giorgos Antoniou (b)
Art of Piano 204

Im Jazz neuzeitlicher Prägung stellen die manischen In-den-Flügel-Grapscher oder die testosterongesteuerten Ellenbogen-auf-die-Tastatur-Drescher eine Art Modetrend dar. Scheinbar ist es verboten, einfach nur Klavier zu spielen, ganz zu schweigen von der Verwendung altbackener Standard-Ingredienzien. Der Münchner Pianist Claus Raible, vielen Birdland-Fans nicht nur durch seine fantastische, 2004 in den Katakomben der Hofapotheke aufgenommene Trio-CD mit Ed Thigpen und Martin Zenker bekannt, fürchtet weder Tod, Teufel noch Kritiker und zieht einfach sein Ding durch. Schließlich weiß er genau, dass nur der Bebop mit seinen temporeichen harmonischen Wendungen die Spreu vom Weizen zu trennen vermag. Wie der 51-Jährige freilich immer wieder eine neue Tür zur puristischen Lehre öffnet, ist das eigentlich Bemerkenswerte. Mit dem famosen Drummer Alvin Queen und seinem Bassisten-Freund Giorgos Antoniou erzeugt der feine Techniker ein dichtes energetisches Kraftfeld. Die Drei spüren den Geheimnissen von Tadd Dameron, Bud Powell oder Elmo Hope nach und stoßen dabei auf ihre eigenen Stärken. Raible und Co. haben den Bebop bis in alle Nervenbahnen verinnerlicht. Mit Nostalgie hat das nichts zu tun. Eher mit Identität, Integrität und Glaubwürdigkeit.

Aktuelles Album:
Introducing The Exciting Claus Raible Trio – Organic Music ORGM 9714

19. Jan Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
DENIS GÄBEL QUARTET
Denis Gäbel (sax), Sebastian Sternal (p), Reuben Rogers (b), Clarence Penn (dr)

New York war und ist für jeden teutonischen Jazzmusiker immer noch der Sehnsuchtsort Nummer eins, die Metropole des originären Jazz, „mit diesem besonderen Spirit, den man sonst nirgendwo findet“, erklärt der Tenorsaxofonist Denis Gäbel. „Den Gedanken, zur für mich inspirierendsten Quelle des Jazz zu fliegen und ein Album aufzunehmen, hatte ich schon, seit ich 2006 einen Teil meines Studiums dort absolvierte. Vor drei Jahren erlebte ich dann erneut Clarence Penn im New Yorker Club ´Smalls` und beschloss: Ich ziehe das jetzt durch! Ich wollte unbedingt diesen speziellen Sound und die Energie der dortigen Szene einfangen!“ Gesagt getan: Gäbel nahm das Album „The Good Spirits“ (Mons/New Arts) mit Penn und anderen „Cats“ der New Yorker Szene auf und landete im zurückliegenden Jahr eine faustdicke Überraschung. Dass der 39-Jährige, dessen Sound das Fachblatt „Downbeat“ mit dem eines Sonny Rollins vergleicht, nun gar seine Traumbesetzung mit auf Tournee nimmt, ist der nächste Teil der Realisierung eines persönlichen Traumes. Wenn Gäbel mit den „guten Geistern“ Sebastian Sternal (Piano) , Reuben Rogers (Bass) und Clarence Penn (Drums) nach Neuburg kommt, wäre jeder Fan gut beraten, einen Weltklasse-Saxofonisten aus Deutschland bei der Arbeit zu beobachten. Allzu viele davon gibt es ja nicht.

Aktuelles Album:
The Good Spirits – Mons 874605/New Arts

Jazz im Audi Forum Ingolstadt
24. Jan Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
THE BIG CHRIS BARBER BAND
Chris Barber (tb, tp, arr), Bob Hunt (tb, tp, arr), Mike Henry (tp, corn), Peter Rudeforth (tp, voc), Nick White (as, ss, bs, cl), Ian Killoran (as, ts, cl), Bert Brandsma (cl, ts, bass sax), Joe Farler (banjo, g), John Day (b), John Watson (dr)

Liebenswürdig, sympathisch, einzigartig. So wie Chris Barber seine Ansagen auf Deutsch präsentiert, stellt man sich seit „Asterix bei den Briten“ den typischen Insulaner vor. Subjekt-Prädikat-Objekt, akkurat, auch in der Übersetzung. Die mittlerweile 88-jährige Gallionsfigur des Oldtimejazz weiß um den Gute-Laune-Effekt solcher Wortkaskaden und verabreicht sie mit augenzwinkerndem Understatement und jeder Menge grandioser Musik zum mittlerweile siebten Mal im Audi Forum Ingolstadt. Wer lernen will, wie spritziges Entertainment und perfektes musikalisches Handwerk zu einem herzerfrischenden, unbeschwerten Konzerterlebnis verschmelzen, der kommt an The Big Chris Barber Band nicht vorbei. Auch nach sieben Jahrzehnten weiß der grandiose englische Posaunist, was ein Marktführer seinem treuen Publikum schuldig ist. Niemand in Europa und nur ganz wenige Ensembles in New Orleans, der Wiege des Jazz, transportieren die Urwüchsigkeit dieser Erfindung eines Jerry Roll Morton oder King Oliver authentischer als er. Dies belegen 260 Aufnahmen, rund 16 000 Konzerte, über 50 ehemalige Bandmitglieder und sein Einfluss außerhalb des Dixieland-Genres. Selbst diesmal wird er wieder jeden mit seinen großen Hits, wechselnden Besetzungen und kurzweiligen Arrangements in den Bann ziehen. Chris Barber ist auch 2019 ein zeitloses Naturereignis.
25. Jan Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
BASTIAN JÜTTE QUARTET
Bastian Jütte (dr), Florian Trübsbach (as, cl), Rainer Böhm (p), Henning Sieverts (b)

„Happiness Is Overrated“, den Titel der aktuellen CD, darf man tatsächlich wörtlich nehmen. Denn wie die das Quartett des Schlagzeuger Bastian Jütte mit den stimmungsvollen und traurig-schönen Vorlagen aus der Feder des Bandleaders und Echo Jazz-Preisträgers umgeht, das ist ebenso außergewöhnlich wie einzigartig. Die Musiker weben die in der Grundstimmung melancholischen Stücke in verschiedenste Gewänder, mal in Samt und Seide, mal in pure Energie. Jütte, der längst wegen seines vielseitigen, scheuklappenfreien Interesses und seines schnellen, intuitiven Einfühlungsvermögens zur Riege der Top-Drummer der Republik gehört, legt den Titeln zum Teil rhythmisch sehr komplexe Strukturen und Konzepte zugrunde. Diese schimmern fein und unaufdringlich aus den Kompositionen heraus. Dadurch verstärken sie den warmen Charakter der Musik, drängen sich aber nicht in den Vordergrund, sondern wirken poetisch und hip, raffiniert und elegant zugleich. Beim Schreiben der Songs hatte Jütte bereits die Besetzung mit dem Saxofonisten Florian Trübsbach, dem Pianisten Rainer Böhm und dem Bassisten Hennig Sieverts im Kopf. Die vier erweisen sich als Garanten für ein spannendes Konzerterlebnis mit intensiven musikalischen Dialogen und rauschhaften improvisatorischen Höhenflügen.

Aktuelles Album:
Happiness Is Overrated – Unit Records UTR4695

26. Jan Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
RALPH TOWNER SOLO
Ralph Towner (g)

Dank seiner legendären Formation Oregon gilt er als der eigentliche Erfinder der Weltmusik. Für eine bestimmte Altersgruppe von Jazzhörern schrieb Ralph Towner den „Soundtrack ihres Lebens“. Alben wie „Solstice“, „Sargasso Sea“ mit John Abercrombie, sein Gitarren-Intro auf „The Moors“, dem zweiten Album von Weather Report, sowie den Kollaborationen mit Keith Jarrett, Jan Garbarek, John McLaughlin, Kenny Wheeler und Markus Stockhausen nehmen jeweils eigene Kapitel in der Jazzgeschichte ein. Auch beim legendären Woodstock-Festival wirkte der heute 78-Jährige in der Band von Tim Hardin mit, und selbst ein NASA-Astronaut outete sich einst als absoluter Towner-Fan, indem er eine Cassette mit dessen Musik mit zum Mond nahm, wo nun zwei Mondkrater den Namen seiner Kompositionen tragen. Inzwischen hat sich seine graue Mähne ein wenig gelichtet, doch die Finger Towners sind auch 2019 noch so geläufig wie eh und je. Seine unverwechselbare Spielweise sowohl auf der Konzert- wie auf der zwölfsaitigen Gitarre umgarnt an diesem denkwürdigen Abend im Hofapothekenkeller das Ohr und die Sinne. Spinnwebartige Geflechte, sanfte Lyrismen voller spröder Schönheit, offene Tempi, stehende Akkordflächen, langsam ausgekostete Melodien, Abstraktion in Form kantiger Melodien.

Aktuelles Album:
My Foolish Heart – ECM 2516/Universal

AFTER WORK JAZZ LOUNGE – JANUAR 2019
… in der Bar und Lounge im Audi Forum Ingolstadt, Ettinger Straße
Beginn jeweils ab 18:00 Uhr, Eintritt frei!
After Work Jazz Lounge im Audi Forum Ingolstadt
10. Jan Do | 18:00 Uhr | Eintritt frei
CAROLYN BREUER – ANDREA HERMENAU

Lange Jahre hat Carolyn Breuer mit ihrem Vater Hermann Breuer die After Work Jazz Lounge bereichert. Nun kommt sie mit einer neuen Besetzung. Feinfühlig und kraftvoll ertönt die Musik dieses Duos mit Carolyn und der Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau. Die Mischung aus Saxofon und Stimme, die bisweilen wie ein Instrument eingesetzt wird, färbt die poetischen Kompositionen der beiden Musikerinnen in besonderer Weise und hat einen ganz eigenen Klang.
After Work Jazz Lounge im Audi Forum Ingolstadt
17. Jan Do | 18:00 Uhr | Eintritt frei
REINHOLD BAUER – DIETMAR LIEHR

Seit 2001 gehören Reinhold Bauer und Dietmar Liehr fast zum Inventar der After Work Jazz Lounge. Die beiden Augsburger spielen seit Jahren in unterschiedlichen Formationen miteinander. Ihr Repertoire bewegt sich vom Swing bis zum modernen Mainstream. Neben musikalischer Substanz bleibt das Publikum im Blickpunkt und die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Interessant sind auch die Klangfarben, denn Reinhold Bauer spielt nicht nur diverse Saxofone und die Klarinette, sondern auch das Klavier. Sein Duo-Partner Dietmar Liehr bedient eine siebensaitige Gitarre und ersetzt so den in dieser Besetzung fehlenden Bass.
After Work Jazz Lounge im Audi Forum Ingolstadt
31. Jan Do | 18:00 Uhr | Eintritt frei
TRIO BRASSERIE

Werner Riedel (Ventilposaune), Peter Satzger (Gitarre) und Rudi Schießl (Kontrabassist) sind die Musiker vom Trio Brasserie. Das Münchener Ensemble spielt Jazzstandards, Balladen und Latin Music in kammermusikalischer Manier und fällt besonders durch sehr abwechslungsreiche Klangfarben auf. Dem Publikum wird ein entspanntes, aber trotzdem spannendes Konzert geboten. Traditioneller Jazz der leisen Töne.

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