Freitag, 24. Mai 2013,
20.30 Uhr  

EUR 20.- /15.-
Jochen Rückert Quartet
BR-Mitschnitt
Jochen Rückert (dr), Lage Lund (g), Matt Penman (b), Mark Turner (ts)

Jochen Rückert Quartet

Eigentlich ist Jochen Rückert schon längst kein Deutscher mehr. Der in Düren geborene Drummer zog 1998 nach Brooklyn und später nach Manhattan, lernte Marc Copland kennen und verdingte sich als Eckpfeiler in dessen Trio. Er denkt amerikanisch, lebt amerikanisch und besitzt auch diese junge amerikanische Auffassung von Jazz, wonach alles möglich sein muss, sowohl instrumental wie auch kompositorisch. Dass der 37-Jährige mit dem Schalk im Nacken und den feinen, knallbunt lackierten Fingern bis dato „nur so verquere Electro-Sachen“ unter dem Pseudonym Wolff Parkinson White schrieb, stellte zunächst ein Problem für eine mögliche Leaderkarriere dar. Erst auf sanftes Drängen hin freundete er sich mit dem Gedanken an, Stücke zu erfinden, die auch einen Blick in seine Seele erlauben. Dass sie dann noch mit einer derart hochkarätigen Band um den Tenorsaxofonisten Mark Turner, den Gitarristen Lage Lund und den Bassisten Orlando Lefleming Gestalt annehmen, vergrößert den Überraschungseffekt obendrein. Rückert, den viele immer noch für einen Punk halten, kreiert leise, zauberhafte Musik voller Zwischentöne und autobiografischer Fußnoten. Aus jedem Titel, jeder Note tropft pure Poesie, unaufdringlich, eckig, geistvoll, mit grandiosen Instrumentalbeiträgen sowie einem Leader, der nie draufhaut, aber alles steuert. Klasse!

Aktuelle CD:
Somewhere Meeting Nobody – Pirouet PIT 3055/Edel Kultur

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