Botschafter der Stadtverwaltung geht in Rente

Moises da Cruz vom Oberbürgermeister verabschiedet

Es gibt Menschen, die nehmen einen mit ihrem unerschütterlichen Grundoptimismus und ihrer stets freundlichen Art vom ersten Moment an für sich ein. Einer dieser eher seltenen Spezies ist zweifelsohne der aus Brasilien stammende Moises da Cruz. Seit 1999 war er bei der Stadtverwaltung als Amtsbote beschäftigt und damit Botschafter im besten Sinne. Nach über 20 Jahren im Dienst der Stadt Neuburg verabschiedete Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling am Mittwochmorgen den sympathischen Mitarbeiter in den verdienten Ruhestand.

Moises Francisco Da Cruz Filho kam am 17. Dezember 1955 als eines von sechs Geschwistern zur Welt und verbrachte die erste Hälfte seines bisherigen Lebens im brasilianischen Fortaleza. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft ging er als junger Mann Beschäftigungen in verschiedenen Unternehmen nach. Und dann war da 1983 eine Begegnung, die ihn ein paar Jahre später auf die andere Seite des Erdballs bringen sollte. Die Neuburgerin Elisabeth Regnet absolvierte Teile ihres Studiums in Brasilien und lernte dort ihren Moises kennen. 1985 dann der erste Besuch in Neuburg, 1989 die Trauung in Fortaleza. Im Jahr der deutschen Wiedervereinigung kam es dann auch für Moises zur familiären Vereinigung und zum Umzug nach Neuburg an der Donau.

von links: OB Dr. Bernhard Gmehling, Moises Da Cruz

Die für ihn zunächst nicht leichte deutsche Sprache erlernte er im Rahmen von Sprachkursen an der Uni Eichstätt und sicher auch im ersten Kollegenkreis bei der Firma Sonax, bei der er von 1990 bis 1999 beschäftigt war. Ab 15. November 1999 stand Moises da Cruz dann im Dienste der Stadt Neuburg. Seine Aufgabe als Amtsbote und damit als Kontaktperson in alle Himmelsrichtungen war ihm vom ersten Tag an auf den Leib geschneidert. Immer gut gelaunt, hilfsbereit, interessiert, und mit seinem ihm ganz eigenen südamerikanischen Charme ausgestattet, war er Tag für Tag im Stadtgebiet unterwegs. Nach über 20 Jahren dürften es zig Tausend Kilometer allein durch die Straßen Neuburgs geworden sein.

Mit OB Bernhard Gmehling verband ihn vom ersten Moment an die große Fußballleidenschaft. Und so waren die beiden nicht nur dienstlich, sondern auch als Spieler der Stadtmannschaft eng verbunden. „Der Abschied von Moises fällt mir wirklich schwer“, betont OB Bernhard Gmehling und ergänzt: „Seine ansteckende lebensbejahende Art, seine Zuverlässigkeit und sein sympathisches Wesen haben mich immer begeistert. Er war für mich über alle Jahre hinweg einer der besten Botschafter der Stadtverwaltung.“

Bei der Verabschiedung am Mittwochmorgen gab es dann logischerweise auch Geschenke für den überall beliebten Kollegen. Vom Oberbürgermeister, vom Personalrat und auch aus dem großen Kollegenkreis. Und was macht der aktive 64-jährige jetzt mit seiner neuen Freiheit? „Ich lasse es jetzt auf jeden Fall mal langsam angehen. „Ein E-Bike wäre toll, vielleicht ein VHS-Kurs“ lacht er verschmitzt und dann braucht er ja auch noch Zeit für seine zwei großen Lieben – die Familie mit Frau und zwei erwachsenen Kindern und natürlich sein Neuburg an der Donau.

Quelle: Stadt Neuburg an der Donau
Text und Bild: Bernhard Mahler

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