Gleisanlagen dürfen nicht betreten werden

Schwere Unfälle können vermieden werden

Aus gegebenem Anlass weist die Stadt Neuburg darauf hin, dass das unerlaubte Betreten von Bahn- bzw. Gleisanlagen verboten ist. Auf Gleisen und Anlagen der Deutschen Bahn kommt es trotz Hinweisschildern und gesetzlichen Regelungen leider immer wieder zu schweren Unfällen. Neben Erwachsenen sind es vor allem auch Kinder und Jugendliche, die durch leichtfertiges Verhalten und Unachtsamkeit ihr eigenes und das Leben anderer gefährden. Allein in den vergangenen Jahren ereigneten sich in Deutschland hunderte Unfälle durch unerlaubtes Betreten oder Überqueren der Gleise.

Anders als Fahrzeuge auf der Straße können Züge Hindernissen nicht ausweichen. Außerdem haben sie aufgrund ihrer großen Masse einen sehr langen Bremsweg. So kommt ein Zug bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern nach dem Einleiten einer so genannten Gefahrbremsung erst nach etwa 800 bis 1.000 Metern zum Stehen. Hinzu kommt, dass zunehmend moderne Züge im Einsatz sind, die wesentlich leiser als ihre Vorgängermodelle fahren und erst spät zu hören sind. Aus diesem Grund ist an Bahnanlagen besondere Achtsamkeit erforderlich.

Das Überschreiten von Gleisen außerhalb von Bahnübergängen ist nicht nur lebensgefährlich. Es stellt als unerlaubter Eingriff in den Bahnverkehr auch eine Ordnungswidrigkeit dar. Das unerlaubte Betreten von Bahn- bzw. Gleisanlagen ist verboten und kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro nach sich ziehen. Bei einer konkreten Gefährdung des Eisenbahnbetriebs kann ein solcher Eingriff auch als Straftat mit einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren geahndet werden. Darüber hinaus können Schadensersatzforderungen der Bahn bzw. Regressforderungen von Reisenden erhoben werden.

Ein Einzäunen der Gleise ist nicht möglich

Immer wieder wird gefordert, die Anlagen der Deutschen Bahn insgesamt einzuzäunen. Aufgrund der Größenordnung ist dies allerdings – wie bei Wasserstraßen und Autobahnen – nicht möglich. Die Deutsche Bahn verfügt über ein Streckennetz von über 33.000 Kilometer Länge, das auch durch bewohnte Gegenden führt. Dazu kommen über 5.700 Bahnhöfe und Haltepunkte in Städten und Gemeinden. Somit wäre ein Zaun mit einer Länge, die zweimal um den Äquator reicht, erforderlich. Im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht prüft die Bahn dennoch, welche Sicherungsmaßnahmen im Einzelfall ergriffen werden können. Primär kommen zusätzliche Schilder mit Gefahrenhinweisen zur Vermeidung von Unfällen zum Einsatz.

Quelle: Stadt Neuburg an der Donau
Bild: Bernhard Mahler

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