Die Neuburger Kammeroper spielt im Stadttheater Neuburg:

Eifersucht + So ein GlĂŒck!

Termine: 20., 21., 26., 27. und 28 Juli – jeweils 20.00 Uhr

EIFERSUCHT
(Les deux jaloux, Paris 1813)
Opéra-comique in einem Akt
nach Charles Dufresny (1657-1724) von Jean Baptiste Charles Vial (1771-1837)

Übersetzt und fĂŒr die Neuburger Kammeroper eingerichtet von A. und H. Vladar

Musik von
Sophie Gail
(1775–1819)

Der PrÀsident eines Gerichtshofes Stephan Hönig
Die PrÀsidentin, seine Frau Ulrike Johanna Jöris
Lucie, Nichte des PrÀsidenten Ljiljana Winkler
Martin, ein junger Offizier, Geliebter von Lucie Matthias Ziegler
Thibaut, GÀrtner des PrÀsidenten Walther G. Rösler
Fanchette, Kammerzofe der PrÀsidentin Yvonne Steiner
Frontin, Kammerdiener des PrÀsidenten Michael Hoffmann

Musikalische Leitung Alois Rottenaicher

Inszenierung Horst Vladar

BĂŒhnenbild Ulrich HĂŒstebeck

Handlung: Der PrĂ€sident eines Gerichtshofes ist wie sein GĂ€rtner Thibaut Ă€ußerst eifersĂŒchtig. Doch anders als dieser schĂ€mt er sich dafĂŒr und versucht sein Laster zu verbergen. Er verdĂ€chtigt Martin, den Verehrer seiner Nichte Lucie, in Wahrheit nur hinter seiner Frau her zu sein. Einen VerbĂŒndeten findet Martin allerdings in Frontin, dem pfiffigen Kammerdiener des PrĂ€sidenten. Der liebt nĂ€mlich erfolgreich Fanchette, das KammermĂ€dchen der PrĂ€sidentin. Thibaut beansprucht aber Fanchette fĂŒr sich. Durch die List Frontins kommen die beiden EifersĂŒchtigen an gefĂ€lschte Beweise. Als sie die als TrĂŒmpfe ausspielen wollen, mĂŒssen sie ihre CharakterschwĂ€che er- und bekennen. WĂ€hrend der PrĂ€sident einsichtig bereut, bleibt sein GĂ€rtner verbittert zurĂŒck.

EdmĂ© Sophie Gail wurde 1775 als Sophie Garre in Paris geboren und starb dort 1819. Mit 12 Jahren war sie bereits eine bewunderte Pianistin und gute SĂ€ngerin. 1796 heiratete sie Jean-Baptiste Gail. Doch bestimmte der große Altersunterschied sie dazu, sich nach einigen Jahren von ihm zu trennen. Erst danach begann ihre eigentliche musikalische Laufbahn. Sie trat erst als Romanzen-SĂ€ngerin auf Tourneen in SĂŒdfrankreich und Spanien auf, studierte bei Fetis und Neukomm und brachte 1813 die Opera-comique „Les deux jaloux“ (NKO: „Eifersucht“) heraus. 1818 ging sie mit der berĂŒhmten SĂ€ngerin A. Catalani auf Tournee durch Deutschland und Österreich. Nach dem Zeugnis ihres Lehrers Fetis war sie eine ausgezeichnete Begleiterin, eine geschmackvolle und kluge SĂ€ngerin, selbst eine gute Lehrerin und besaß große menschliche QualitĂ€ten. Bis zu ihrem frĂŒhen Tod schrieb sie mindestens 5 Opern.

Charles Dufresny, Herr von RiviĂšre, 1657-1724, Journalist, Dramatiker und Chansonier lieferte mit einem seiner TheaterstĂŒcke die Vorlage fĂŒr das Libretto zu „Eifersucht“.

Jean Baptiste Charles Vial, war Beamter und Theaterdichter. 1771 in Lyon geboren, starb er 1837 in Paris. Unter seinen ca. 50 BĂŒhnenwerken sind Libretti fĂŒr Adam, Boieldieu, HĂ©rold und Berwald. Die NKO spielte 2009 von ihm „Die große Trauer“ (Musik: H.M. Berton).

SO EIN GLÜCK!

(Une bonne fortune, Paris 1834)
Opéra-comique in einem Akt von
Édouard Mennechet (1794-1845)
Übersetzt und fĂŒr die Neuburger Kammeroper eingerichtet von A. und H. Vladar

Musik von
Adolphe Adam
(1803–1856)

Mathieu Delcourt Matthias Ziegler
Frédéric Darcy Walther G. Rösler
Dr. Belmonte, Arzt Stephan Hönig
Flora, seine Tochter Yvonne Steiner
Rosabella, seine Schwester, eine alte Jungfer Ulrike Johanna Jöris
Orest Bruni, Kommissar Horst Vladar
Marianna Gardi, Hotelbesitzerin Ljiljana Winkler

Musikalische Leitung Alois Rottenaicher

Inszenierung Michael Hoffmann

BĂŒhnenbild Ulrich HĂŒstebeck

Es spielt das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes MĂŒnchen e. V.
www.aov-muenchen.de/

Die Handlung spielt in Florenz um 1800. Der junge Franzose Mathieu hat sich in Florenz in ein
Hotel eingemietet. Er glaubt bei allen Frauen GlĂŒck zu haben. Durch seine UnbekĂŒmmertheit
und NaivitÀt kommt es zu Turbulenzen und Reibereien mit der Nachbarschaft. Ein Liebesbriefchen,
das er auf sich bezieht, veranlasst ihn zu einer EntfĂŒhrung, bei der er dann MĂŒhe hat, das falsche
„Opfer“ wieder los zu werden. Dass dabei ein junges Paar endlich zueinander kommt und sich
ein entfremdetes altes Paar wieder findet, ist nicht sein Verdienst. Mit viel GlĂŒckund Zufall kommt
alles zu einem guten Ende.

Adolphe Charles Adam wurde 1803 in Paris geboren, wo er 1856 starb. Er war SchĂŒler von
A. BoĂŻeldieu am Pariser Konservatorium und schrieb zunĂ€chst fĂŒr kleinere Theater mehrere
OpĂ©ra-comiques, darunter auch „Une bonne fortune“. 1836 erntete er mit der Oper „Der Postillon
von Lonjumeau“ allgemeinen Beifall. Ihr folgte bald eine Reihe Ă€hnlicher Werke im leichten,
komischen Genre, wie „Wenn ich König wĂ€r“ und „Der König von Yvetot“, durch welche sich Adam
einen ehrenvollen Platz unter den Komponisten der Neuzeit errungen hat. Viel Erfolg hatte sein melodienreiches und geistvoll instrumentiertes Ballett „Giselle“. Einige seiner Werke spielte und
spielt man in ganz Europa. Die Revolution von 1848 ruinierte ihn finanziell. Zu seinem GlĂŒck
wurde er aber 1849 Professor fĂŒr Komposition am Konservatorium, wo er bis zu seinem Tod
tÀtig blieb. Er komponierte an die 90 Opern und Ballette. Die Neuburger Kammeroper spielte
1979 seine Oper „Die NĂŒrnberger Puppe“.

Édouard Mennechet lebte von 1794 bis 1845 in Paris. Er war SekretĂ€r der königl. Kammer und
hatte den offiziellen Titel „lecteur du roy“ (Vorleser des Königs). Seine Hauptwerke sind „Vies des
Hommes et Femmes Illustres de La France“ (1838), „L’Histoire de France“ (Paris 1840) und
„Cours Complet de Litterature Moderne“ (1848), doch verfasste er auch mehrere Libretti fĂŒr die
Komponisten Adam, HĂ©rold und Auber.

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