Birdland Jazz Club – das Programm im November 2018

Birdland Jazz Club
Am Karlsplatz A52
D-86633 Neuburg
E-Mail: mail@birdland.de
Telefon: (0 84 31) 4 12 33
Wichtig: Platzreservierungen sind nur ĂŒber die Website möglich!

PROGRAMM – NOVEMBER 2018

02. Nov Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
KENNY WASHINGTON QUARTET
Kenny Washington (voc), Paul Kirby (p), Martin Zenker (b), Kim Minchan (dr)

Achtung! Wenn zu Beginn des Novembers ein gewisser Kenny Washington dem „Birdland“ seine Aufwartung macht, dann handelt es sich nicht etwa um den Schlagzeuger gleichen Namens. Dieser Kenny hier singt, und wie! Aufgewachsen in New Orleans, der Wiege des Jazz, erprobte der 61-JĂ€hrige sein Organ erstmals als Gospel-SĂ€nger in einer baptistischen Kirche. Nach dem Studium begleitete er unter anderem Ravi Coltrane, Roy Nathanson, Elvis Costello und Debbie Harry. Seine Stimme, die wie ein Brennglas die Ingredienzien des Swing, des Blues, des Pop, der Ballade und des Scat bĂŒndelt, begeisterte sogar Altmeister Mark Murphy. Der „Superman der Bay-Area-Jazzszene“ (San Francisco Chronicle) beherrscht die klassischen Gesangsstile von Ella Fitzgerald bis Sarah Vaughan und reichert sie mit Klangfarben von Stevie Wonder bis Donny Hathaway an. Die freie, spielerische Herangehensweise und seine ĂŒber vier Oktaven reichende Stimme schlagen jeden Zuhörer in den Bann. Dass Washington, begleitet von dem Pianisten Paul Kirby, dem deutschen Bassisten Martin Zenker und dem Drummer Kim Minchan, dabei auch Soul-Evergreens wie „Sitting On The Dock Of The Bay“ von Otis Redding oder Hardbop-Klassiker wie „Moaninʌ“ zum Besten gibt, gehört zu den vielen Überraschungen an diesem ganz speziellen Abend.

Aktuelles Album:
Moanin-Live At Jazzhus Monmartre – Storyville/Membran

03. Nov Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Mainstream
OLIVER WASILESKU TRIO
Oliver Wasilesku (p), Tom Diewock (dr), Uli Schiekofer (b)
Jazz aus der Region

Die Konzerte des Neuburger Pianisten und Musikschulleiters Oliver Wasilesku im Hofapothekenkeller gehören inzwischen zu den Highlights der ambitionierten Reihe „Jazz aus der Region“, mit der der Birdland Jazzclub Jazzmusikerinnen und –musikern aus Neuburg, Ingolstadt und Umgebung, die Chance gibt, auf einer der wichtigsten BĂŒhnen des europĂ€ischen Jazz ihr Können zu zeigen. Wasileksku garantierte bei jedem seiner bisherigen Konzerte fĂŒr ein ausverkauftes Haus sowie einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend. In der Tat liegt ein enormer Reifeprozess hinter dem Steinway-JazzförderpreistrĂ€ger, der im September auch mit der Swing IN Big Band sein DebĂŒt im Audi Forum Ingolstadt feiern konnte. Mit Tom Diewock, 2004 in Ingolstadt mit dem Jazzförderpreis ausgezeichnet, und dem EichstĂ€tter Kontrabassisten Ulrich Schiekofer bildet Wasilesku seit langem ein kongeniales Pianotrio, das fest in der Tradition verwurzelt bleibt, aber dennoch immer wieder ĂŒber den Tellerrand hinausblickt. Im Vordergrund steht das Zusammenspiel, ein ausgewogener Bandklang, dem sich jeder unterordnet und der den Mitspielern genĂŒgend Raum gibt. Im Repertoire finden sich Originals und Standards, aber auch die eine oder andere jazztaugliche Nummer aus dem Bereich der Popmusik hat es in das Repertoire der Formation geschafft. Verboten ist dagegen Langeweile jedweder Art. Jedes StĂŒck wird neu gedacht und erhĂ€lt seine ureigene PrĂ€gung. Empfehlenswert!
Jazz im Audi Forum Ingolstadt
08. Nov Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
PASADENA ROOF ORCHESTRA
Duncan Galloway (voc), David Ford (tp), Malcolm Baxter (tp), Adrian Fry (tb), Olly Wilby (ts, cl), Sam Bullard (bs, as, cl), Dai Pritchard (as, cl), Tom Langham (bj, g), Dominic Sales (dr), Richard Busiakiewicz (p), David Berry (sousaphone, b)

Kaum zu glauben, aber wahr: 2019 steht der 50. Geburtstag des Pasadena Roof Orchestra an. Seit seiner GrĂŒndung gilt dieses wunderbare Swing Orchester von den britischen Inseln als Inbegriff von Eleganz, Stil und Klasse. Und es steht exemplarisch fĂŒr ein Swing-Revival, das lĂ€ngst alle Teile der populĂ€ren Musik erfasst hat. Die „Pasadenas“ sind so etwas wie das Original dieses Revivals. Eine perfekte Entertainment- und Dance-Party-Maschine, die formvollendet das authentische 20er-Jahre-Feeling in die Gegenwart transportiert, handwerklich brillant dargeboten, aufwĂŒhlend und von unvergleichlichem musikalischen Witz. GegrĂŒndet wurde das Ensemble 1969, als man noch hoffte, die Mondlandung möge gelingen, und zum Telefonieren in die Telefonzelle an der Straßenecke ging. Ein Dachbodenfund bescherte dem BĂ€ckermeister und spĂ€teren GrĂŒnder des PRO, John Arthy, ĂŒber 1000 Tanzarrangements aus den 1920er und 1930er Jahren: das Kapital des Ensembles. Über die folgenden Jahrzehnte ĂŒbernahm das Pasadena Roof Orchestra die Aufgabe, den Swing vor dem drohenden Exitus zu retten, aufzupĂ€ppeln und zu neuer BlĂŒte zu fĂŒhren, sei es in Tourneen mit Robbie Williams oder Bryan Ferry. Im November kommt das elfköpfige Ensemble um den heutigen Bandleader und samtweichen Meister-Crooner Duncan Galloway zum vierten Mal ins Audi Forum Ingolstadt. Auch hierzulande ist es inzwischen ein echter Dauerbrenner!
09. Nov Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
STEVE KUHN TRIO
Steve Kuhn (p), Aidan O`Donnell (b), Billy Drummond (dr)
Im Rahmen des 8. Birdland Radio Jazz Festivals
Art Of Piano 203

Die „Quadratur des Kreises“ entwickelt sich langsam zum geflĂŒgelten Jazz-Terminus. Dabei geht es um GegensĂ€tze, die auf wundersame Weise dennoch funktionieren. Warum ausgerechnet im Jazz? Weil es dort keine festen Regeln gibt? Oder weil man einfach schwer erklĂ€ren kann, warum ein „Old School“-Pianist wie Steve Kuhn so verdammt modern, so erfrischend zeitgemĂ€ĂŸ klingt? Mit seinem exzellenten Trio restauriert die inzwischen 80-jĂ€hrige Legende, die mit Stan Getz, Ornette Coleman, Don Cherry, John Coltrane oder Kenny Dorham spielte, klug, dezent, höchst geschmackvoll und ohne jeden Anflug von Pathos alte Blues-StĂŒcke sowie eine Reihe eigener Kompositionen. Kuhn, der geschmeidige Bassist Aidan O`Donnell und der einzigartige Schlagzeuger Billy Drummond kennen einander seit langem. Ihre unbĂ€ndige Lust, ein Thema improvisatorisch zu entblĂ€ttern, knĂŒpft auch 2018 noch ein enges Band um die drei. Manchmal wirkt der Mann am Klavier dabei mit seinen schimmernden Glissandi und den mĂ€chtigen Bassakkorden wie ein Licht, das die ganze Energie jener Ära, die kreative Kraft kaum mehr bekannter Piano-Kollegen wie Hampton Hawes oder Dodo Marmarosa absorbiert hat. Steve Kuhn ist heute definitiv einer der ganz wenigen Kreise, der in die riesige Quadratur des Jazzpianos passt.

Aktuelles Album:
At This Time – Sunnyside SSC 1436/Delta

10. Nov Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
„GEORGE ROBERT REVISITED”
Dado Moroni (p), Jim Rotondi (tp), Patrick Bianco (as), Stephan Kurmann (b), Bernd Reiter (dr)
Im Rahmen des 8. Birdland Radio Jazz Festivals

Der Schweizer Altsaxofonist George Robert war gerne in Neuburg, bis zu seinem viel zu frĂŒhen Tod im Jahr 2016 gleich mehrere Male. Hier, wo der Jazz eine echte HeimstĂ€tte findet, fĂŒhlte er sich pudelwohl. Sein Spiel, das viele mit dem des großen amerikanischen Alto-Trendsetters Phil Woods verglichen, besaß etwas, das man in Europa nur ganz selten hörte: eine strahlende WĂ€rme, einen wunderbar prĂ€senten, swingenden Sound. All dies hatte Robert in den USA gelernt, wo er mit Tom Harrell, Lionel Hampton und Fred Hersch arbeitete. Zu den Besonderheiten des Mannes aus Genf gehörten außerdem seine Kompositionen, die stets so klangen, als stammten sie aus der Feder all jener Legenden aus den 1960er Jahren. Diese will nun ein international besetztes Quintett zu Ehren von George Robert in einem seiner erklĂ€rten Lieblingsclubs prĂ€sentieren. Mit dabei sind der phĂ€nomenale Pianist Dado Moroni, ein langjĂ€hriger WeggefĂ€hrte Roberts, sowie Trompeter Jim Rotondi, einer der begehrtesten Vertreter seiner Zunft, wĂ€hrend der Part des Altsaxofonisten von dessen 40-jĂ€hrigem Landsmann Patrick Bianco besetzt wird. Die swingende Basis bilden Bassist Stephan Kurmann und der österreichische Drummer Bernd Reiter. Ein Pflichttermin, vor allem fĂŒr die zahlreichen Fans des Bebop, Hardbop und vor allem von George Robert.
15. Nov Do | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Sinti-Swing
THE ROSENBERG TRIO
Stochelo Rosenberg (g), Nous’che Rosenberg (g), Nonnie Rosenberg (b)
Im Rahmen des 8. Birdland Radio Jazz Festivals

SpĂ€testens seit Stochelo, Nonnie und Nous’che Rosenberg von StĂ©phane Grappelli in die New Yorker Carnegie Hall eingeladen wurden, um mit dem ehemaligen Partner Django Reinhardts dessen 85. Geburtstag zu feiern, gelten die Drei als absolute Weltstars. Sie reprĂ€sentieren eine frappierende Mischung aus Schnelligkeit und Akkuratesse, blindem VerstĂ€ndnis und beseelter MusikalitĂ€t. Die idealen Nachlassverwalter eines großen, aber oft ziemlich leichtfertig verschleuderten Erbes originĂ€rer europĂ€ischer Jazzmusik. Das Rosenberg Trio stammt aus einer niederlĂ€ndischen Sinti-Sippe, in der jedes Kind die Musik quasi mit der Muttermilch aufsog. Schon mit Zehn begannen Stochelo und sein Cousin Nous’che miteinander zu spielen. Bis 1989 taten sie dies regelmĂ€ĂŸig zusammen mit Stochelos Bruder Noonie – allerdings nur als Geheimtipp in Kirchen und an Lagerfeuern. Bis sie ihr Entdecker Hans Meelen mit nach Samois an das Grab von Django Reinhardt nahm. Dort prĂ€sentierte er die Rosenbergs zum ersten Mal auf einem großen Festival. Die Folge war ein karrieretechnischer Raketenstart, in in dessen Sog das Trio unter anderem mit Luciano Pavarotti oder Shirley Bassey auftrat und seither die Menschen rund um den Globus regelmĂ€ĂŸig in einen wahren Begeisterungstaumel versetzt. Nun endlich auch den Neuburger Hofapothekenkeller


Aktuelles Album:
La Familia – Coast Company

Kongregationssaal Neuburg
16. Nov Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern, Fusion
JOHN SCOFIELD’S „COMBO 66“
FEAT. VICENTE ARCHER, GERALD CLAYTON & BILL STEWART
John Scofield (g), Gerald Clayton (p, organ), Vicente Archer (b), Bill Stewart (dr)
Im Rahmen des 8. Birdland Radio Jazz Festivals

Once again John Scofield in Neuburg! Und ein Wiedersehen und –hören mit solch großartigen Musikern wie dem jungen Ausnahmepianisten Gerald Clayton, dem Super-Drummer Billy Stewart und dem markanten Bassisten Vincente Archer. Dass der neben Pat Metheny erfolgreichste Gitarrist des zeitgenössischen Jazz zum wiederholten Mal in der Donaustadt gastiert, hat seinen guten Grund: „Sco“ liebt den Neuburger Jazzclub ĂŒber alles, bezeichnet ihn sogar als eine der besten Adressen dieser Art weltweit. Dass er anlĂ€sslich des 8. Birdland Radio Jazz Festivals – diesmal im Kongregationssaal – zurĂŒckkehrt, versteht sich deshalb fast von selbst. Nach drei Grammys fĂŒr seine Soloalben „Past Present“ und „Country For Old Men“ prĂ€sentiert er nun seine neue, spektakulĂ€re Combo 66. Dahinter steckt keine mystische Zahlenspielerei, sondern lediglich die Tatsache, dass Scofield das Projekt mit 66 Jahren ins Rollen brachte. „66 ist die coolste Jazznummer, die man bekommen kann, denn wenn man die 66 erreicht, hat man sich gut geschlagen.“ Im GepĂ€ck der Band befinden sich jede Menge vertrackter Grooves, leichtfĂŒĂŸige Country-Walzer, Blues mit Stop-Chorussen („Ein bisschen Teufelsmusik“), sĂŒffiger Swing, filigran-brachialer Rock und solistische Perlen im Überfluss. Scofield in Neuburg: Dieses Ereignis sollte man auf keinen Fall versĂ€umen!

Vorverkaufsstellen fĂŒr dieses Konzert in Neuburg:
StadtbĂŒcherei
SĂšter Platz 1
Telefon: (0 84 31) 64 23 92
und
Donaukurier
Schmidstraße C 113
Telefon: (0 84 31) 6 47 65 20

Aktuelles Album:
Combo 66 – Blue Note 00602567802136/Universal

17. Nov Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
PETER GALL QUINTETT
Peter Gall (dr), Wanja Slavin (as), Reinier Baas (g), Rainer Böhm (p), Felix Henkelhausen (b)
“radioJazznacht extra” im Rahmen des 8. Birdland Radio Jazz Festivals

Auch in Neuburg kennen sie ihn lĂ€ngst, sowohl von den Auftritten mit Subtone oder erst kĂŒrzlich bei Roberto Di Gioias Web Web. Dass der Drummer Peter Gall inzwischen zu den wichtigsten Antreibern des jungen deutschen Jazz gehört, liegt an seiner extrem ausgeprĂ€gten MusikalitĂ€t, aber auch an seiner Empathie, mit der er Formationen unterschiedlicher Couleur zu bereichern versteht. In den zurĂŒckliegenden zwölf Jahren konnte sich Gall als souverĂ€nes Metrum in diversen Bands profilieren sowie auf rund 30 Alben sein markantes Schlagzeugspiel einbringen. So arbeitete er im Trio seines Bruders Chris, im Rainer Böhm Quartett, bei Torsten Goods und Enik. Zudem wurde er von KoryphĂ€en wie Kurt Rosenwinkel oder Thomas Quasthoff engagiert. Nun prĂ€sentiert der seit seinem Diplomstudium und einem zweijĂ€hrigen New York-Aufenthalt wieder in Berlin ansĂ€ssige Musiker seine eigene Band, an der neben Böhm auch Wanja Slavin, Reinier Baas und Felix Henkelhausen mitwirken. Dabei will Gall das Publikum nicht mit ĂŒberbordendem Getrommel ĂŒberfallen, sondern es durch melodiöse Bögen und vielschichtige Arrangements, nuancierte Band-Interaktionen und latente Energie auch in leiseren Passagen verfĂŒhren. Mit seiner suggestiven, stilistisch offenen Musik etabliert er sich damit auch als versierter Komponist und kluger Bandleader. Geheimtipp!

Aktuelles Album:
Paradox Dreambox – Traumton CD 4666/Indigo

23. Nov Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
BOB DEGEN – DAVID FRIEDMAN QUARTET
Bob Degen (p), David Friedman (vib), Peter Perfido (dr), Markus Schieferdecker (b)

Gemeinsamkeiten, wohin das Auge blickt! Sowohl Bob Degen wie auch David Friedman stammen jeweils aus den USA, haben aber seit ĂŒber 40 Jahren in Deutschland ihr GlĂŒck gefunden. Beide sind 74 Jahre jung und agieren auf einem perkussiv zu bedienenden Instrument. Und sie lieben die Interaktion im Gleichklang, die einvernehmliche Tour de Force durch bekannte Standards und Eigenkompositionen. Wenn der Pianist und der Vibrafonist nun ein gemeinsames Quartett formieren, so stellt dies keineswegs ein Novum, sondern eher die logische Konsequenz aus einem jahrzehntelangen Mit- und Nebeneinander im nach wie vor fruchtbaren Biotop des Jazz dar. WĂ€hrend Bob Degen mit Dexter Gordon, Art Farmer, Attila Zoller, Leo Wright sowie Albert Mangelsdorff spielte und als der Lieblingspartner von Heinz Sauer gilt, hinterließ David Friedman bei Leonard Bernstein, Bobby McFerrin, Yoko Ono, Wayne Shorter, Chet Baker, Horace Silver, Ron Carter, Dino Saluzzi und John Scofield seine Spuren. Aus seiner Feder stammt auch „Vibraphone Technique-Dampening and Pedaling“, das als Bibel fĂŒr Vibrafonisten gilt. Selbst Bassist Markus Schieferdecker und Drummer Peter Perfido gehören seit gut einem Vierteljahrhundert zu den WeggefĂ€hrten der grandiosen, aber immer ein wenig im Schatten stehenden Musiker. Höchste Zeit, sie endlich zu entdecken.
Aktuelle CD:Aktuelles Album:
David Friedman: Thursday – malletmuserecords.com mm 001
Bob Degen: TillyÊŒs Eyes – JazzHausMusik JHM 201
24. Nov Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, World
SUSAN WEINERT RAINBOW TRIO
Susan Weinert (g), Martin Weinert (b), Sebastian Voltz (p)

Normalerweise verlaufen Musiker-Beziehungen anders. Zwei Egozentriker raufen sich fĂŒr einen bestimmten Lebensabschnitt zusammen, Reibung inklusive. Susan Weinert und ihr Mann Martin verkörpern in mehrerlei Hinsicht die Ausnahme dieser Regel. „Meine Meinung dazu ist klar: Man muss seine Ehe auf die Reihe bringen, dann funktioniert das auch mit der Musik“, sagt die extrem erfolgreiche Gitarristin. Um einen Blick aufs Innenleben des Ehepaares zu erhaschen, muss man also kein Psychoanalytiker sein, sondern lediglich ihre Konzerte besuchen. Dort breiten sie dann in schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit ihr GefĂŒhlsleben aus. Ein stimmiges Klangmobile voller ausgereifter Harmonien und akustischer Fingerfertigkeiten im Spannungsfeld zwischen Jazz, anspruchsvollem Pop und Folk. „Man zieht Bilanz, vergleicht mit frĂŒher, als vieles noch unbeschwerter ablief. Wir sind erwachsen geworden und nun selbst fĂŒr uns verantwortlich. All dies spielt in unseren Gedanken und Erinnerungen eine zentrale Rolle.“ Das aktuelle Rainbow Trio lebt von der IndividualitĂ€t der Einzelmusiker. Susan Weinerts warmer Gitarrensound, Martin Weinerts tief-melancholischer Bass und Sebastian Voltz lyrisches Piano erzeugen einen ganz eigenen Kosmos aus Klang gewordenen Emotionen. Zum dritten Mal in der intimen AtmosphĂ€re des Neuburger „Birdland“.

Aktuelles Album:
Beyond The Rainbow – Though Tone TTR 2308-2

30. Nov Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
RITA MARCOTULLI & LUCIANO BIONDINI
Rita Marcotulli (p), Luciano Biondini (acc)

Die Kraft der Melodie ist das verbindende Band im Zusammenspiel von Rita Marcotulli und Luciano Biondini. Beide reprĂ€sentieren ein markantes Duo auf der Suche nach dem Zauber des Moments. Marcotulli und Biondini verbindet die innige Liebe zu den traditionellen Liedern ihrer Heimat Italien. Die Karrierelinien der fein strukturierenden Pianistin und des farbig-lyrischen Akkordeonisten verlaufen stilistisch nicht unbedingt parallel. Dennoch schaffen sie es, einen Dialog im Gleichgewicht der GegensĂ€tze zu fĂŒhren. Erst auf dieser Basis entdeckten sie schließlich ihre Leidenschaft fĂŒr den Jazz. Klassik, italienische Liedkunst sowie Jazz, all das fließt in einem Duokonzert virtuos zusammen. Mit kleinen Bewegungen, Gesten und Linien entstehen spannende Momente und neue musikalische Offenbarungen ganz aus dem Augenblick heraus. Musik voller Humor, Melancholie, ZĂ€rtlichkeit und Temperament. Es mag ein Klischee sein, dass Empfindsamkeit, EmotionalitĂ€t und UnbekĂŒmmertheit typisch italienisch sind. Aber in allem steckt ein wahrer Kern, wie das melodieselige, leidenschaftliche musikalische TĂȘte-Ă -TĂȘte beweist. Rita Marcotulli und Luciano Biondini komponieren ein ĂŒberschĂ€umendes, faszinierendes, bewegendes mediterranes KlangmenĂŒ voller tiefer Emotionen. Magisch!

Aktuelles Album:
La Strada Invisibile ACT 9627-2/Edel

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